Montag, 24. Juni 2013

Was wiederkehrende Träume bedeuten


Verfolgungsszenen, Angst vor der Prüfung, der Tod eines geliebten Menschen: Manche Träume kennt fast jeder, oft hat man sie immer wieder. Traumforscher sind den wiederkehrenden Mustern auf der Spur.

Wieder steht sie vor der Abi-Matheprüfung, wieder weiß sie: Sie wird sie nicht bestehen. Zu groß ist ihr Wissensrückstand, der sich seit Wochen auftürmt. Sie hat keine Chance. Dann schreckt Karin Töllen* aus dem Traum. Das Abitur hat die 32-jährige PR-Fachfrau seit 14 Jahren in der Tasche. Trotzdem wacht sie mehrmals im Monat schweißgebadet aus dem Prüfungstraum auf.

Doch warum träumen wir immer wieder das Gleiche - und was hat das zu bedeuten? Für Sigmund Freud war der Traum ein Königsweg zum Unbewussten, für Neurowissenschaftler lange nicht mehr als ein sinnloses Neuronengewitter. Der Prüfungstraum gehört zu den "typischen Träumen", so nennen Traumforscher Wiederholungsträume, die mit geringer inhaltlicher Abweichung stabil auftreten.

Weitere Klassiker unseres Kopfkinos sind das Verfolgtwerden, Zuspätkommen, Nacktsein oder der Tod nahestehender Personen. Traumforscher auf der ganzen Welt beobachten sie über Alter, Nationalität, Geschlecht und Kultur hinweg. In Amerika oder Japan träumen Menschen ähnliche Dinge wie in Deutschland.

Antonia Zadra und Tore Nielsen sind Traumforscher an der Universität Montreal. Sie erweiterten Ende der neunziger Jahre den "Typical Dream Questionnaire", der bereits in den fünfziger Jahren entwickelt wurde, zu einem Fragebogen mit 55 Traumthemen. Die Forscher staunten bei mehreren Durchgängen über die erstaunlich stabilen Platzierungen auf der Liste der Top-Träume: Verfolgtwerden war mit 81,5 Prozent Spitzenreiter, Prüfungen, Lehrer und Schule beschäftigten 72,4 Prozent der Schläfer. Doch bedeuten die Träume ähnliches?



hier finden Sie den vollständigen Artikel:

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/traumforschung-was-wiederkehrende-traeume-bedeuten-a-902853.html


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